Häufig gestellte Fragen zum Niton Apollo LIBS-Handgerät

Das Thermo Scientific Niton Apollo LIBS-Handgerät liefert schnelle, genaue und mobile Elementanalysen – einschließlich Kohlenstoffnachweis – für die Materialprüfung. Durchsuchen Sie unsere häufig gestellten Fragen für weitere Informationen über das Niton Apollo Handgerät.

Demo anfordern

A: LIBS ist ein Akronym für Laser Induced Breakdown Spectroscopy (laserinduzierte Plasmaspektroskopie), eine Methode der analytischen Chemie für die quantitative Elementanalyse. Die LIBS-Technologie verwendet einen stark fokussierten Laser, um von der Oberfläche einer Probe eine kleine Menge zu verdampfen und ein Plasma zu bilden. Im Plasma wird die Probe atomisiert, anregt und emittiert Licht, das durch Lichtwellenleiter übertragen wird und durch einen Schlitz in das Spektrometer gelangt. Das Licht wird mittels eines Beugungsgitters in seine einzelnen Komponentenwellenlängen zerlegt. Der Detektor nimmt das Spektrum der Probe auf, über das die Konzentration jedes Elements ermittelt wird.

Weitere Informationen zur Funktionsweise von LIBS ›

A: Das Niton Apollo wird mit einem Laser der Klasse 3B betrieben und liefert Ergebnisse innerhalb von etwa 10 Sekunden.

A: Da das Niton Apollo einen Laser der Klasse 3B emittiert, können bei unsachgemäßer Verwendung Verletzungen der Augen oder der Haut entstehen. Durch mehrere speziell entwickelte Sicherheitsmechanismen ist das Verletzungsrisiko erheblich reduziert. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, wird dennoch eine Laserschutzbrille empfohlen. Geeignete Brillen für den Einsatz mit dem Niton Apollo müssen über eine optische Dichte von 5 oder mehr bei 1.064 nm (OD 5 bei 1.064 nm) verfügen. Diese Spezifikationen müssen auf die Brille aufgedruckt sein.

A: Bei der Bedienung von Geräten mit Laser ist besondere Vorsicht geboten. Das Niton Apollo ist äußerst anwendersicher und setzt drei (3) robuste Sicherheitsmechanismen ein, um Anwender und umstehende Personen vor versehentlicher Laserstrahlung zu schützen.

Druck –Bestimmt, ob der Analysator eine Probe vollständig versiegelt hat, indem der Argondruck in der Probenkammer gemessen wird. Um den Laser auszulösen, ist ein entsprechender Druck erforderlich. Wenn die Probe während der Analyse entfernt wird, führt der Druckverlust dazu, dass der Laser abgeschaltet wird.

Kamera –Überwacht Licht bzw. Dunkelheit in der Probenkammer. Wenn die Kammer dunkel ist, deutet dies darauf hin, dass eine Probe vorhanden ist, woraufhin der Laser ausgelöst werden kann. Wenn der Analysator Licht erkennt, löst die Software das Abschalten des Lasers aus.

Sensor –In dem unwahrscheinlichen Fall, dass der Laser ohne vorhandene Probe ausgelöst wird, erkennt die Software das Fehlen von Spektraldaten und schaltet den Laser im Bruchteil einer Sekunde nach einem einzigen Laserimpuls ab. 

A: Jeder Anwender, der das Niton Apollo verwendet, sollte an der Sicherheitsschulung für Niton Apollo teilnehmen. Die Schulung dauert etwa 20 bis 30 Minuten und behandelt Lasersicherheit, Prinzipien für den sicheren Gebrauchs, Akkusicherheit und den sicheren Umgang mit Argonkartuschen.

Außerdem bieten wir Ihnen nach Erhalt des Analysators eine kostenlose Installationsschulung an. Dabei erfahren Anwender mehr über die Einrichtung, den Betrieb des Geräts und die Berichterstellung.

An der Schulung zur sicheren Anwendung des Niton Apollo teilnehmen ›

A: Um die beste Analyseleistung des Niton Apollo zu erzielen, ist eine Probenvorbereitung erforderlich. Das Niton Apollo generiert Ergebnisse, indem es die Oberfläche der Probe bestimmt. Zur Gewährleistung genauer Ergebnisse müssen verschiedene Materialien entfernt werden, etwa Beschichtungen, Schmiermittel, Farbe, Rost, Staub oder Fingerabdrücke. Bei der Probenvorbereitung werden Oberflächenverunreinigungen entfernt, um eine präzise Materialchemie zu ermöglichen.

Weitere Informationen über die Probenvorbereitung ›

A: Folgende Modi sind auf dem Niton Apollo verfügbar:

Mikrolegierter Stahl / Carbonstahl – Messung der Kohlenstoffäquivalenz von mikrolegiertem Stahl und Carbonstahl.
Edelstahl – Messung des Kohlenstoffs in Edelstahl der Gütegrade L und H.

A: Öl und Gas – Zur positiven Materialidentifizierung (PMI) von Rohrleitungen, Druckbehältern, Ventilen, Pumpen und fertigen Schweißnähten oder zur Bewertung unbekannter Materialien, um die Rückverfolgbarkeit wiederherzustellen. Messung von Silizium in Stahl zur Feststellung von Hochtemperaturkorrosion oder von Restelementen in Komponenten des HF-Alkylierungsprozesses.

Metallverarbeitung – Zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung (QS/QK) von eingehenden Materialien und ausgehenden Fertigwaren. Zur Berechnung der Kohlenstoffäquivalenz durch Messung des Anteils bestimmter Elemente im Stahl und zur Feststellung einer äquivalenten Härtungsfähigkeit.

Altmetallverwertung – Für die schnelle und präzise Sortierung von Altmetall, was von entscheidender Bedeutung ist, um Effizienz und Rentabilität zu verbessern.

A: Ja, das Niton Apollo kann Kohlenstoff in allen eisenbasierten Legierungen und Carbonstählen quantifizieren.

A: Das Niton Apollo weist folgende Elemente nach: Kohlenstoff (C), Aluminium (Al), Silizium (Si), Titan (Ti), Vanadium (V), Chrom (Cr), Mangan (Mn), Eisen (Fe), Cobalt (Co), Nickel (Ni), Kupfer (Cu), Niob (Nb), Molybdän (Mo) und Wolfram (W).

A: Das Niton Apollo bietet eine Akku-Hot-Swap-Funktion und enthält ein Milwaukee™ M18™ Redlithium™ High Demand™ CP2.0 Akku-Pack. Der Analysator wird mit zwei (2) Milwaukee Akkus geliefert, wobei ein Akku vier (4) Stunden hält und die Gesamtnutzungsdauer acht (8) Stunden beträgt.

A: Tragbare LIBS und RFA können am besten als sich ergänzende Technologien beschrieben werden. Bei gemeinsamer Verwendung können Anwender eine größere Anzahl von Elementen bestimmen. So kann LIBS leichtere Elemente wie z. B. Kohlenstoff (C) nachweisen, was mit RFA-Handgeräten nicht möglich ist. RFA-Handgeräte sind nicht destruktiv, wohingegen LIBS minimal destruktiv ist. Für LIBS ist mehr Wartung durch den Anwender erforderlich, wie z. B. Reinigung des Geräts, Probenvorbereitung und tägliche Einrichtung, während RFA nur wenig Wartung erfordert und praktisch immer einsatzbereit ist.

A: Obwohl sowohl LIBS-Handgeräte als auch mobile OES-Systeme quantitative Analysen ermöglichen, sollten einige wichtige Unterschiede berücksichtigt werden.

Betrieb – MobileOES-Systeme verwenden elektrische Energie in Form eines Funkens, der zwischen einer Elektrode und einer Probe erzeugt wird. Die Analyse wird durch Anregen von Atomen im Plasma durchgeführt, wodurch ein für jedes Element spezifisches Emissionsspektrum detektierbar wird. LIBS basiert dagegen auf der Laserablation einer Probe mittels eines hochenergetisch gepulsten Lasers. Die Probe wird atomisiert und ionisiert im gebildeten Plasma und die Spektrallinien des emittierten Lichts werden aufgenommen und analysiert.

Mobilität – LIBS-Handgeräte können problemlos und sicher für verschiedene Aufgaben, bei denen die Bereitstellung mobiler OES-Systeme schwierig sein kann, von Anwendern mitgeführt werden. Das Niton Apollo Handgerät ist mit einem Handgriff und einer konischen Spitze ausgestattet, wodurch schwer zugängliche Stellen erreichbar werden. Das Niton Apollo Handgerät wiegt einschließlich Akku 2,9 kg. (6,4 lb.). Im Gegensatz dazu können mobile OES-Systeme mehr als 18,15 kg (40 lb.) wiegen und werden auf einem Wagen mit einem Schlauch montiert, wodurch die Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt wird. Wenn zudem der für mobile OES-Systeme erforderliche Argontank berücksichtigt wird, kommen weitere 22,67 kg (50 lb.) hinzu. Mobile OES-Lösungen können je nach Größe des Argontanks insgesamt mehr als 40,82 kg (ca. 90 lb.) wiegen. Der Argonverbrauch wurde beim Niton Apollo deutlich verringert, um die Tragbarkeit weiter zu verbessern; es enthält einen internen Regler, der eine (1) Argonkartusche mit einem Gewicht von weniger als 396,89 g (14 oz) aufnimmt.

Analysezeit – Mit dem Niton Apollo nehmen Analysen ca. 10 Sekunden in Anspruch, mit mobilen OES-Systemen dagegen ca. 15 Sekunden.

Geräteeinrichtung – Das Niton Apollo Handgerät wird werkseitig vorkalibriert geliefert. Zur Wartung des Geräts müssen täglich Einrichtungsschritte durch den Anwender durchgeführt werden, um den Analysator zu normalisieren. Die tägliche Einrichtung dauert weniger als 10 Minuten und umfasst Folgendes: 1) Wellenprüfung: Eine korrekte Messung einer bereitgestellten Prüfprobe muss durchgeführt werden. 2) Empfindlichkeitsprüfung: Für alle Prüfproben und jeden Modus müssen korrekte Messwerte erhalten werden. Die tägliche Einrichtung für mobile OES-Systeme kann mehr als 20 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen und besteht aus mehreren komplexen Schritten.  

A: Das Niton Apollo verwendet eine Argonkartusche, um eine Argonspülung durchzuführen, wodurch das Signal (die Empfindlichkeit) des Analysators verbessert wird. Durch die Argonspülung wird sichergestellt, dass die unteren Nachweisgrenzen erreicht werden. Thermo Scientific Kartuschen mit Analyseargon sind in Packungen mit fünf (5) oder fünfundzwanzig (25) Kartuschen erhältlich, wobei eine (1) Kartusche für ca. 200 Messungen ausreicht.

A: Das Niton Apollo liefert Ergebnisse in ca. 10 Sekunden.

A: Anwender können den Mittelwert von Messwerten mit dem Niton Apollo berechnen. Anwender können zwischen 2 und 99 Messungen durchführen und die Messwerte mitteln, um einen neuen Mittelwert zu erstellen.

A: Ja, Messwerte können über das Netzwerk exportiert werden. Sobald eine Verbindung hergestellt wurde, kann eine CSV-Datei manuell oder automatisch an die Netzwerkfreigabe exportiert und damit die Schritte der Datenextraktion über NitonConnect umgangen werden.

A: Eine regelmäßige Wartung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das Niton Apollo genaue Analyseegebnisse liefert. Die Wartung umfasst tägliche Einrichtungsverfahren, Reinigungen und eine jährliche Kalibrierzertifizierung.

Tägliche Einrichtungsverfahren – dienen zur Normalisierung des Analysators und umfassen einen Wellenlängentest und eine Empfindlichkeitsprüfung. Es wird empfohlen, nach einer Schicht von acht (8) Stunden eine Einrichtung durchzuführen.

Gerätereinigung – entfernt Metallpartikel aus den optischen Fenstern, um einer Beeinträchtigung des Signaldurchsatzes vorzubeugen. Es wird empfohlen, nach je 1.000 Messungen eine Reinigung des Geräts durchzuführen. Weitere Informationen über die Gerätereinigung.

Jährliche Kalibrierzertifizierung – Der Analysator wird zur Inspektion durch unsere zertifizierten Techniker ins Werk gebracht. Unser Team überprüft die Analyseleistung des Analysators. Falls erforderlich, wird dieser neu kalibriert, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Sie erhalten außerdem ein Zertifikat (gültig für ein Jahr), das die ordnungsgemäße Kalibrierung bestätigt.

A: Derzeit unterstützt das Niton Apollo ausschließlich Englisch. Weitere Sprachen werden künftig ergänzt. Informieren Sie sich zu unseren regelmäßigen Updates des Niton Apollo.

A: Das Niton Apollo ist nach IP54 zertifiziert und ist somit gegen Feuchtigkeit und Staub geschützt. Das spritzwassergeschützte und staubdichte Design gewährleistet praktisch überall einen unterbrechungsfreien Betrieb und eine problemlose Verwendung.

A: Beim Kauf des Niton Apollo Analysators erhalten Sie folgendes Zubehör:

  • Abschließbarer verstärkter Tragekoffer
  • Zwei (2) Milwaukee® M18™ Redlithium™ High Demand™ CP2.0 Akku-Packs
  • Ein (1) Milwaukee® M18™ & M12™ Ladegerät für verschiedene Spannungen
  • Thermo Scientific™ Analyseargon
  • Einrichtungsstandards
  • Laserschutzbrille
  • Set für die Gerätereinigung
  • Sicherheitsband und Karabiner
  • PC-Anschlusskabel

Folgen Sie uns